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Daneben sind in einer vom Benutzer erweiterbaren Datenbank die für eine Lebensdauerberechnung nötigen Daten gespeichert. Ein Generator für Standardkollektive unterstützt den Benutzer für den Fall, dass ihm keine eigenen Meßdaten vorliegen. winLIFE kann sowohl als eigenständiges Programm als auch in Verbindung mit Femap eingesetzt werden.
Lebensdauerberechnung ohne FEMEine andere Möglichkeit besteht in der Vorgabe einer Beanspruchungs-Zeit-Funktion (Spannung, Kraft, Drehmoment), die im Regelfall als Meßdaten aus einer ASCII-Datei übernommen, im Ausnahmefall aber auch vom Benutzer als Zahlenfolge eingegeben werden kann. Die Größe der Dateien ist dabei nur durch den Speicherplatz der Festplatte begrenzt. Eine interaktive Dateneingabe und Datenmodifikation für Stufenkollektive, Zeitverläufe der Belastung und der Rainflowmatrix ist möglich, indem in der Grafik der zu ändernde oder einzugebende Bereich markiert und dann komfortabel geändert werden kann. Das in der Lebensdauerberechnung übliche Rainflow-Verfahren wird auch von winLIFE verwendet. Die Rainflow-Matrix enthält nur die schädigungsrelevanten Anteile des Signals. winLIFE stellt auch die Ergebnisse der Schädigungsrechnung in der Rainflow-Matrix farbig dar, sodass die kritischen Signalanteile sofort erkannt werden können. Bei der Anwendung des örtlichen Konzeptes werden die Spannungs-Dehnungs-Pfade aus der Rainflow-Matrix berechnet und grafisch dargestellt. Die Gesamtschädigung wird durch die Summierung der Schädigungsanteile erhalten (lineare Schadensakkumulationshypothese).
Lebensdauerberechnung in Kombination mit FEMDer Ablauf einer Lebensdauerberechnung erfolgt in ähnlicher Weise wie bereits zuvor beschrieben. Der entscheidende Unterschied ist jedoch der, daß für die Ermittlung der Span-nungen im Bauteil eine statische FE-Rechnung verwendet wird. Dazu wird der Spannungszustand in einer Struktur, die mit einer Einheitslast Fo beansprucht wird, berechnet. Die Richtung der Einheitslast muss mit der real wirkenden Kraft F(t) übereinstimmen. Es können dann die elastischen Spannungen für jede Last F(t) linear entsprechend dem Quotienten F(t)/Fo berechnet werden. Für den Fall des örtlichen Konzeptes und der dabei verfügbaren realen Spannungs-Dehnungs-Kurve lässt sich unter Anwendung der Neuber-Regel für jeden Knoten die reale Spannungsfolge einschließlich plastischer Verformungen berechnen. Dabei genügt das Ergebnis der Rainflow-Zählung der äußeren Lastfunktion, die Rainflow-Matrix, um die schädigungsrelevanten Anteile (die geschlossenen Hystereseschleifen) der Belastung für jeden Knoten der FE-Struktur zu berechnen. Basierend auf einer statischen FE-Rechnung mit einer Einheitslast für jede Kraftgruppe wird eine Lebensdauerberechnung durchgeführt, bei der die statisch erhaltenen Spannungsergebnisse entsprechend der zeitveränderlichen wirkenden Kraftgruppe linear umgerechnet und mit der Neuber-Regel nichtlinear korrigiert wird. Damit ergibt sich eine brauchbare Bestimmung der Spannungs-Zeit-Funktion für jeden (ausgewählten) Knoten, für den eine Schädigung bestimmt werden kann. Das Ergebnis der Schädigungsberechnung wird für jede Kraftgruppe einzeln gespeichert und kann anschließend zur Gesamtschädigung aufsummiert werden. Da in der Regel nicht alle Knoten der Struktur gefährdet sind - meist geht die Schädigung von der Oberfläche aus - kann der Benutzer nach verschiedenen Kriterien Knoten für seine Lebensdauerberechnung auswählen. So reduziert sich die Anzahl der zu untersuchenden Knoten ganz erheblich und es wird Rechenzeit eingespart.
MaterialdatenIn vielen Fällen hilft es, wenn die die Lebensdauer charakterisierenden Daten an Hand von statischen Werkstoffkennwerten generiert werden. winLIFE bietet mehrere Möglichkeiten für das örtliche Konzept - darunter auch das weithin akzeptierte Uniform Material Law - an. Für das Nennspannungs- und Kerbspannungskonzept ist ein Wöhlerliniengenerator enthalten, der basierend auf statischen statischen Werkstoffdaten und Informationen über das Bauteil Wöhlerlinien generiert. Lebensdauerberechnung von ZahnrädernDie Berechnung von Zahnrädern und Lagern folgt formal ähnlichen Gesetzmäßigkeiten wie die von allgemeinen Maschinenbauteilen. Es wurde daher ein Modul für diese Berechnungen geschaffen, das in der Benutzeroberfläche von winLIFE ab der Version 2.0. integriert ist. Der Ablauf der Berechnung entspricht dem des Basis-Moduls, so daß die Einarbeitung in die Progammbedienung sehr kurz ist. Multiaxiale BerechnungsverfahrenWirken auf eine Struktur mehrere nicht synchrone und nicht proportionale Belastungen, so versagen die klassischen Berechnungsmethoden. Für diesen Fall ist die multiaxiale Ergänzung einzusetzen, die ab der Version 2.0 verfügbar ist. Die Rechenzeiten sind allerdings beträchtlich und betragen ein Vielfaches gegenüber dem Basis-Modul. Der Einsatz sollte nur dann erfolgen, wenn sich die Hauptspannungsrichtungen im Bauteil stark ändern. Schulung, AnwenderberatungWichtig für eine sinnvolle Nutzung des Programms ist, dass sich der Benutzer in die Thematik der Betriebsfestigkeit einarbeitet. Nur so kann er seine Ergebnisse richtig interpretieren. Dazu werden in regelmäßigen Abständen Seminare angeboten, die in die Grundlagen einführen. Weitere Informationen: |
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